Aktuelles

Schutz und Partizipation schließen sich nicht aus

Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa, das Rauchen ab 16 Jahren erlaubt, und hat daher auch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Raucherinnen bzw. Rauchern unter den Jugendlichen.

Am 29. und 30. März 2017 fand die 59. Konferenz der Kinder- und Jugendanwältinnen und -anwälte Österreichs in Graz statt. Ein zentrales Thema war unter anderem ein einheitlicher Jugendschutz in ganz Österreich, eine grundlegende Schulreform sowie ein verbesserter Schutz vor Mobbing. 

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kija Tätigkeitsbericht 2016

Der kija-Tätigkeitsbericht 2016 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Rückblick und Schwerpunkte der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie aktuelle Herausforderungen und Empfehlungen wurden von Michael Rauch präsentiert.

kija-Tätigkeitsbericht 2016


Mystery Shopping in Vorarlberg

Die Durchführung der Testkäufe erfolgt über die SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit inne. Die Testkäufe sollen vor allem der Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung dienen. Im Jahre 2016 wurde in drei Fällen eine Anzeige erstattet.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist eine deutliche Verschlechterung der Ergebnisse festzustellen. Die kija wird gemeinsam mit der SUPRO, der Wirtschaftskammer und den zuständigen Abteilungen im Amt der Vorarlberger Landesregierung Maßnahmen überlegen, wie auf die negative Entwicklung reagiert werden kann.

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Lost in Migration – Unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht

Einladung zur Fachtagung in Linz am 5. April 2017 von 10:00 bis 16:30 Uhr

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Heimaufenthaltsgesetz

Von besonderem Interesse und Gegenstand intensiver Diskussionen ist die geplante Änderung des Heimaufenthaltsgesetzes.

Nach dem Gesetzesentwurf sollen demnach altersuntypische Freiheitsbeschränkungen von Minderjährigen zulässig sein, wenn ein Rechtfertigungsgrund nach § 4 HeimAufG gegeben ist. Dadurch wird der Rechtsschutz bezüglich altersuntypischer Freiheitsbeschränkungen an Minderjährigen mit Beeinträchtigungen, die in einer Einrichtung unter Aufsicht der Kinder- und Jugendhilfe leben, positiv erweitert und erheblich verstärkt!

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Patenschaften und Gastfamilien: Flüchtlingskinder brauchen individuelle Begleitung

Internationale Fachtagung der KIJAS Österreich am 30.5.2016 in Salzburg

Wie internationale Erfahrungen zeigen, verbessern sich die Chancen von Flüchtlingskindern durch ein Aufwachsen in Pflege- bzw. Gastfamilien, aber auch durch die Unterstützung ehrenamtlicher PatInnen ganz wesentlich. Seit dem Sommer 2015 sind dazu unterschiedlichste Projekt in ganz Österreich entstanden Auf Einladung der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs (KIJAS) fand am 30. Mai 2016 in Salzburg eine österreichweite Tagung zum Thema „Gastfamilien & Patenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ statt, mit dem Ziel eine koordinierte und abgestimmte bundesweite Entwicklung zu forcieren. Jedes Flüchtlingskind von Vorarlberg bis Burgenland, soll eine/n Paten/in zur Seite gestellt bekommen oder in einer Familie aufwachsen können, wenn es das möchte.

Der angeregte Austausch wurde von den rund 70 TagungsteilnehmerInnen aus allen Bundesländern aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Grundversorgung und Projektträgerschaft sehr positiv aufgenommen. Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Liedewij de Ruijter de Wildt vom Verein NIDOS, der in den Niederlanden die Vormundschaft für alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) inne hat.

Niederlande sind Vorreiter bei Gastfamilien

  • In den NL leben mehr als 50 Prozent aller UMF - unabhängig von ihrem aktuellen Asylstatus - in einer Gastfamilie.
  • Die Gastfamilien haben durchwegs einen ähnlichen kulturellen Hintergrund wie ihre Schützlinge.
  • Im Vordergrund steht das geschützte Aufwachsen an einem sicheren Ort, die Integration ist ein Folgeziel.
  • Parallel zur Familie bekommt jeder UMF einen Rechtsanwalt, eine externe Vertrauensperson und einen Vormund (angestellt bei NIDOS) zur Seite.
  • Jeder Vormund ist für max. 24 UMF zuständig. 

UMF brauchen in erster Linie Sicherheit, Perspektive und individuelle Begleitung und weniger eine/n TherapeutIn. Sie brauchen auch keine „neuen Eltern“, sondern aufrichtigen und herzlichen Kontakt mit mindestens einem Erwachsenen und mit Gleichaltrigen, so die Erkenntnisse von NIDOS.

In Österreich braucht es mehr Familien und PatInnen
In Österreich sind 2015 mehr als 9.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche nach Österreich geflohen. Aktuell werden fast alle in betreuten Wohngemeinschaften untergebracht. Laut einer aktuellen Studie der Bundes-Jugendvertretung[1] wünscht sich aber jede/r fünfte, in einer Familie groß zu werden. Besonders für die jüngeren Flüchtlingskinder ist dieses Modell attraktiv. Was die Patenschaften betrifft, so wünscht sich fast jede/r Jugendliche so jemanden an seiner/ihrer Seite. Doch leider ist die Zahl der wartenden Jugendlichen aktuell wesentlich höher als die Zahl der Freiwilligen. Und auch die Finanzierung der Projekte - für die Auswahl, die Ausbildung, das Matching und die Begleitung der Ehrenamtlichen - ist noch nicht sichergestellt. Die verschiedenen Modelle der Gast- bzw. Pflegefamilien stecken erst in den Kinderschuhen.

Bund und Länder haben Handlungsbedarf erkannt
Immerhin haben die vielen Initiativen, die in allen Bundesländern entstanden sind, bereits dazu geführt, dass auch bei den zuständigen PolitikerInnen die Wichtigkeit erkannt wurde und im Familienministerium ein Runder Tisch aller Kinder- und Jugendhilfe Referentinnen einberufen wurde, um flächendeckend Angebote zu etablieren. Bis das passiert ist, werden die KIJAS nicht locker lassen und regelmäßig zum halbjährlichen Austausch einladen. Die in Salzburg erarbeiteten Ergebnisse sind jedenfalls eine erste wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung!


Mobbing an Schulen

Die kija war Teilnehmer einer Arbeitsgruppe zum Thema Mobbing in der Schule.

Ein umfassendes Positionspapier mit einer Reihe von Maßnahmen wurde ausgearbeitet und kurz vor Weihnachten den Landesrätinnen, Frau Dr. Bernadette Mennel und Frau Katharina Wiesflecker präsentiert. Wie im Arbeitsprogramm der Vorarlberger Landesregierung beschrieben, sind damit in Zusammenarbeit mit der kija geeignete Maßnahmen zu diesem Themenbereich entwickelt worden. Die Umsetzung ist im laufenden Jahr von der Landesregierung zu entscheiden.

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Schoolchecker - Deine Rechte in der Schule!

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20. November – Tag der Kinderrechte

Zum Tag der Kinderrechte mahnt Kinder- und Jugendanwalt Michael Rauch die Beachtung der Kinderrechte für alle Kinder ein.

In der Landesverfassung bekennt sich Vorarlberg unter Bezugnahme auf die Kinderrechtskonvention dazu, bei allen Maßnahmen des Landes, die Kinder betreffen, das Wohl der Kinder vorrangig zu berücksichtigen.


Alle Kinder sind gleich – jedes Kind zählt!

KIJAS mahnen Kinderrechte für Flüchtlingskinder ein.

Kriege und Katastrophen zwingen weltweit Millionen Kinder, ihr Zuhause zu verlassen. Dem Trauma des nicht-bleiben-Könnens in der Heimat folgt das Trauma des nicht-ankommen-Könnens in Europa: Dabei brauchen Kinder ein sicheres Nest, um gesund heranwachsen zu können.

Aufgrund des unwürdigen Umgangs mit (unbegleiteten) minderjährigen Flüchtlingen  haben die KIJAS Österreich als Interessensvertretung für alle unter 21-Jährigen in diesem Land ein Positionspapier verfasst.

Positionspapier zum Weltflüchtlingstag 2015