Aktuelles

Jugendschutzbestimmungen – österreichweite Harmonisierung

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften begrüßen die laufende Diskussion zwischen allen Bundesländern zur Angleichung der Jugendschutzbestimmungen.

Das aktuelle Positionspapier wurde auf der Konferenz der Kinder- und Jugendanwaltschaften im Herbst 2017 beschlossen.

Positionspapier


Lost in Migration – Unbegleitete Kinder und Jugendliche auf der Flucht

Fachtagung der Kinder- und Jugendanwaltschaften 2017 in Linz

Kinder und Jugendliche, die auf ihrem Fluchtweg „verschwinden“, aber auch eine Generation von jungen Menschen mit Kriegs- und Fluchterfahrungen, die gezielte Unterstützung brauchen, damit sie in unserer Gesellschaft nicht verloren gehen: Die Fachtagung der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs unter dem Titel „Lost in Migration“ mit Key Notes namhafter Expertinnen und Experten ist bei einem breiten Fachpublikum auf großes Interesse gestoßen. Mehr zum Thema  und den notwendigen Maßnahmen finden Sie hier:

kija-Broschüre Fachtagung LiM 2017


20. November – Tag der Kinderrechte

Über 1600 Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Volkschulklassen sind eingeladen vom 27. bis 29. November 2017 das Musiktheater „Kinder haben Rechte“ in Schwarzach, Dornbirn und Schruns zu besuchen.

 

Mehr dazu


Positionspapier zu Verbesserungen beim Kindesunterhalt

Der Reformbedarf betreffend Unterhaltssicherung von Kindern und Jugendlichen ist seit Jahren offensichtlich.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs haben  notwendige Änderungen in einem umfangreichen Positionspapier zusammengefasst.

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Elisabeth Simma, BA

Seit 1. September2017 bin ich mit der Karenzvertretung von Frau Mag.a Nicole Böhler betraut und freue mich auf die neue Herausforderung.

Ich bin Sozialarbeiterin und Kindergartenpädagogin mit Zusatzausbildungen in Montessori-, Naturpädagogik und Existenzanalyse und Logotherapie. Für meine Aufgabe bringe ich Erfahrungen aus den Bereichen Kindergarten, Kleinkinderbetreuung, Erwachsenenbildung und Suchtberatung mit. Bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft werde ich unter anderem die  Bereiche kija@school, Kinderrechtepreis und Einzelfallarbeit übernehmen.

 

 

 


kija@school

Das neue Schuljahr hat begonnen und die Kinder- und Jugendanwaltschaft informiert junge Menschen im Rahmen von Klassenbesuchen über die Angebote der kija und - abgestimmt auf das jeweilige Alter - über kinderrechtliche Themen.

Alle Informationen zum Angebot sind im Schreiben an die Schulleitungen nachzulesen.

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Schutz und Beteiligung schließen sich nicht aus

Österreich ist eines der wenigen Länder in Europa, das Rauchen ab 16 Jahren erlaubt, und hat daher auch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Raucherinnen bzw. Rauchern unter den Jugendlichen.

Am 29. und 30. März 2017 fand die 59. Konferenz der Kinder- und Jugendanwältinnen und -anwälte Österreichs in Graz statt. Ein zentrales Thema war unter anderem ein einheitlicher Jugendschutz in ganz Österreich, eine grundlegende Schulreform sowie ein verbesserter Schutz vor Mobbing. 

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kija Tätigkeitsbericht 2016

Der kija-Tätigkeitsbericht 2016 wurde im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Rückblick und Schwerpunkte der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie aktuelle Herausforderungen und Empfehlungen wurden von Michael Rauch präsentiert.

kija-Tätigkeitsbericht 2016


Mystery Shopping in Vorarlberg

Die Durchführung der Testkäufe erfolgt über die SUPRO – Werkstatt für Suchtprophylaxe. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat die Koordination und Öffentlichkeitsarbeit inne. Die Testkäufe sollen vor allem der Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung dienen. Im Jahre 2016 wurde in drei Fällen eine Anzeige erstattet.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist eine deutliche Verschlechterung der Ergebnisse festzustellen. Die kija wird gemeinsam mit der SUPRO, der Wirtschaftskammer und den zuständigen Abteilungen im Amt der Vorarlberger Landesregierung Maßnahmen überlegen, wie auf die negative Entwicklung reagiert werden kann.

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Patenschaften und Gastfamilien: Flüchtlingskinder brauchen individuelle Begleitung

Internationale Fachtagung der KIJAS Österreich am 30.5.2016 in Salzburg

Wie internationale Erfahrungen zeigen, verbessern sich die Chancen von Flüchtlingskindern durch ein Aufwachsen in Pflege- bzw. Gastfamilien, aber auch durch die Unterstützung ehrenamtlicher PatInnen ganz wesentlich. Seit dem Sommer 2015 sind dazu unterschiedlichste Projekt in ganz Österreich entstanden Auf Einladung der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs (KIJAS) fand am 30. Mai 2016 in Salzburg eine österreichweite Tagung zum Thema „Gastfamilien & Patenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ statt, mit dem Ziel eine koordinierte und abgestimmte bundesweite Entwicklung zu forcieren. Jedes Flüchtlingskind von Vorarlberg bis Burgenland, soll eine/n Paten/in zur Seite gestellt bekommen oder in einer Familie aufwachsen können, wenn es das möchte.

Der angeregte Austausch wurde von den rund 70 TagungsteilnehmerInnen aus allen Bundesländern aus den Bereichen Kinder- und Jugendhilfe, Grundversorgung und Projektträgerschaft sehr positiv aufgenommen. Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Liedewij de Ruijter de Wildt vom Verein NIDOS, der in den Niederlanden die Vormundschaft für alle unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) inne hat.

Niederlande sind Vorreiter bei Gastfamilien

  • In den NL leben mehr als 50 Prozent aller UMF - unabhängig von ihrem aktuellen Asylstatus - in einer Gastfamilie.
  • Die Gastfamilien haben durchwegs einen ähnlichen kulturellen Hintergrund wie ihre Schützlinge.
  • Im Vordergrund steht das geschützte Aufwachsen an einem sicheren Ort, die Integration ist ein Folgeziel.
  • Parallel zur Familie bekommt jeder UMF einen Rechtsanwalt, eine externe Vertrauensperson und einen Vormund (angestellt bei NIDOS) zur Seite.
  • Jeder Vormund ist für max. 24 UMF zuständig. 

UMF brauchen in erster Linie Sicherheit, Perspektive und individuelle Begleitung und weniger eine/n TherapeutIn. Sie brauchen auch keine „neuen Eltern“, sondern aufrichtigen und herzlichen Kontakt mit mindestens einem Erwachsenen und mit Gleichaltrigen, so die Erkenntnisse von NIDOS.

In Österreich braucht es mehr Familien und PatInnen
In Österreich sind 2015 mehr als 9.000 unbegleitete Kinder und Jugendliche nach Österreich geflohen. Aktuell werden fast alle in betreuten Wohngemeinschaften untergebracht. Laut einer aktuellen Studie der Bundes-Jugendvertretung[1] wünscht sich aber jede/r fünfte, in einer Familie groß zu werden. Besonders für die jüngeren Flüchtlingskinder ist dieses Modell attraktiv. Was die Patenschaften betrifft, so wünscht sich fast jede/r Jugendliche so jemanden an seiner/ihrer Seite. Doch leider ist die Zahl der wartenden Jugendlichen aktuell wesentlich höher als die Zahl der Freiwilligen. Und auch die Finanzierung der Projekte - für die Auswahl, die Ausbildung, das Matching und die Begleitung der Ehrenamtlichen - ist noch nicht sichergestellt. Die verschiedenen Modelle der Gast- bzw. Pflegefamilien stecken erst in den Kinderschuhen.

Bund und Länder haben Handlungsbedarf erkannt
Immerhin haben die vielen Initiativen, die in allen Bundesländern entstanden sind, bereits dazu geführt, dass auch bei den zuständigen PolitikerInnen die Wichtigkeit erkannt wurde und im Familienministerium ein Runder Tisch aller Kinder- und Jugendhilfe Referentinnen einberufen wurde, um flächendeckend Angebote zu etablieren. Bis das passiert ist, werden die KIJAS nicht locker lassen und regelmäßig zum halbjährlichen Austausch einladen. Die in Salzburg erarbeiteten Ergebnisse sind jedenfalls eine erste wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung!