Aktuelles

Fachtagung der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs

Ich & meine Eltern - Kinderrechte bei Obsorge- und Kontaktregelungen

Mehr als 25.000 Kinder und Jugendliche sind in Österreich jährlich von der Trennung oder Scheidung ihrer Eltern betroffen. Was hilft Kindern, die Trennung der Eltern ohne große Verletzungen zu bewältigen und diese Erfahrung gut in ihr Leben zu integrieren? Wie können frühzeitige und nachhaltige Lösungen forciert werden, damit das „Recht des Kindes auf Kontakt zu beiden Elternteilen“ nicht zur Farce wird? Wie können Obsorge, Kontakte und individuelle Lebensformen bindungssicher gestaltet werden?

Alle Infotmationen zur Tagung siehe hier: Einladung


kija Tätigkeitsbericht 2018

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Vorarlberg hat den Tätigkeitsbericht an die Landesregierung übermittelt.

Den Bericht mit den inhaltlichen Schwerpunkten und ausgesprochenen Empfehlungen finden Sie hier:

kija-Tätigkeitsbericht 2018


Mindestsicherung

Von der Reform bei der Mindestsicherung sind vor allem auch Kinder betroffen. Sie stellen mit 35,2% den größten Anteil an Leistungsbeziehern.

Nach Ansicht der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs verstoßen die geplanten Verschärfungen in vielfacher Hinsicht gegen die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Die gesamte Stellungnahme ist hier abrufbar.


Gewaltverbot in der Erziehung

Deutsche und österreichische Umfragen und Studien zu Erziehungspraktiken weisen aus, dass zwischen 7 und 10 % der befragten Jugendlichen im Alter von 15 Jahren nach eigenen Angaben im letzten Jahr zumindest gelegentlich, wenn nicht sogar des Öfteren in einer Form gezüchtigt worden sind, dass von Misshandlung gesprochen werden kann.

Bis zu 25 % der 6 bis 14-Jährigen leiden unter einem "gewaltbelasteten Erziehungsstil". In Vorarlberg muss angenommen werden, dass ca. 1.100 Kinder und Jugendliche pro Jahrgang, also bis zu 25 % der Minderjährigen im Alter zwischen 6 und 14 Jahren, alle Sanktionsformen, einschließlich mehrmaliger schwerer Körperstrafen, erleben und dass ca. 7 % der Kinder - das sind 300 Minderjährige pro Jahrgang - gravierenden körperlichen Angriffen ausgesetzt sind. Vorrangiges Ziel der Kampagne ist es, den Bekanntheitsgrad des "Gewaltverbots in der Erziehung" in der breiten Bevölkerung Vorarlbergs weiter zu steigern und diese für das Thema zu sensibilisieren.

Alle Informationen zum Kinderschutz in Vorarlberg und zur Kampagne finden Sie hier


Positionspapier zum häuslichen Unterricht und zum Unterricht an einer Privatschule ohne Öffentlichkeitsrecht

In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Kinder, die zu Hause unterrichtet werden, um 22 Prozent auf 2.320 Kinder angewachsen.

Zwar wird der Lernerfolg der Kinder durch Externistenprüfungen überprüft, unberücksichtigt bleiben aber mögliche Defizite in der sozialen und emotionalen Entwicklung. Die KIJAS zeigen den Veränderungsbedarf auf.

Hier geht`s zum Positionspapier


Stellungnahme

Die Bundesregierung plant eine Änderung der Verordnung über Beschäftigungsverbote und -beschränkungen für Jugendliche

Aus Sicht der Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs werden Jugendliche nur unzureichend vor den Folgen des Passivrauchens in der Gastronomie geschützt.

Zur Stellungnahme


Kinder- und Jugendanwaltschaft für gemeinsame Kinder- und Jugendhilfe

Gemeinsam mit den anderen kijas spricht sich die kija Vorarlberg dafür aus, dass der Bund auch zukünftig Standards und Rahmenbedingungen für die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe mitentscheidet.

Kinderschutz ist eine gemeinsame Aufgabe für Bund, Länder und Gemeinden.

Die öffentliche Stellungnahme lesen Sie hier:

Download Stellungnahme


Positionspapier Doppelresidenz

Die Einführung der sogenannten Doppelresidenz ist Bestandteil des Regierungsprogramms.

Unter Doppelresidenz wird eine Betreuung der gemeinsamen Kinder verstanden, die gleichteilig ist. Die Möglichkeit der Doppelresidenz wird von den Kijas begrüßt wenn kindgerechte Voraussetzungen und Rahmenbedingungen gegeben sind.

Positionspapier zu diesem Thema siehe hier


Schulorganisationsgesetz Schulunterrichtsgesetz Schulpflichtgesetz 1985

Für Kinder mit Sprachdefiziten sind künftig eigene Deutschklassen geplant.

Statt bisher elf Stunden sollen diese SchülerInnen ab nächstem Schuljahr 15 Stunden an Volksschulen (20 Stunden an Neuen Mittelschulen) in eigenen Förderklassen verbringen. Die Kinder- und Jugendanwaltschaften Österreichs sehen die Einführung von Deutschförderklassen kritisch.

Die Stellungnahme zu den geplanten rechtlichen Grundlagen siehe hier


Stellungnahme zum Entwurf des Bundesgesetzes, mit dem das Einkommensteuergesetz 1988 geändert wird

Der Familienbonus wird zwar begrüßt, aber es gibt Verbesserungsvorschläge.

Es handelt sich dabei um ein einen Absetzbetrag, der mit 1.500 Euro einmal jährlich bei der Arbeitnehmerveranlagung geltend gemacht werden kann. Er entfaltet seine Wirksamkeit bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres des Kindes.

Stellungnahme siehe hier